Gesundheitstipp

Grippeimpfung: Wie gut sie schützt und für wen sie sich lohnt

27. September 2026·10 Min. Lesezeit·von Anne Lindner

Kurz & knapp

  • Die echte Grippe kommt von Influenzaviren. Die meisten Infekte im Herbst sind aber eine Erkältung, ausgelöst von ganz anderen Viren.
  • Der Impfstoff wird jedes Jahr neu zusammengestellt. Die WHO entscheidet im Februar, welche Virusstämme hineinkommen.
  • Weil sich die Viren bis zum Winter weiter verändern können, passt der Impfstoff mal besser und mal schlechter.
  • Vor jeder Erkrankung schützt die Impfung nicht. Vor schweren Verläufen und Krankenhausaufenthalten schützt sie deutlich besser.
  • Die STIKO empfiehlt sie allen ab 60, Schwangeren, chronisch Kranken und allen, die viel mit Risikopatienten zu tun haben.
  • Guter Zeitpunkt: Oktober bis Mitte Dezember. Der volle Schutz steht nach 10 bis 14 Tagen.
  • Wir möchten künftig auch bei uns in der Apotheke impfen. Sobald es so weit ist, sagen wir Bescheid.

„Ich hab die Grippe.“ Diesen Satz hören wir im Herbst an der Theke fast jeden Tag. Die Nase läuft, der Hals kratzt, der Kopf brummt. Meistens ist es aber keine Grippe, sondern eine Erkältung. Das ist lästig, aber etwas ganz anderes. Wer die echte Grippe einmal hatte, verwechselt sie nicht so schnell wieder. In diesem Beitrag geht es um den Unterschied, um die Impfung und darum, wie gut sie wirklich schützt. Auch dann, wenn die Antwort nicht ganz so glatt ausfällt, wie man es sich wünschen würde.

Grippe oder Erkältung?

Die Grippe, in der Fachsprache Influenza, wird von Influenzaviren ausgelöst. Beim Menschen spielen zwei Typen eine Rolle, Influenza A und Influenza B. Eine Erkältung, also ein grippaler Infekt, kommt dagegen von vielen anderen Viren. Die häufigsten sind Rhinoviren. Erwachsene erwischt es im Schnitt zwei bis vier Mal im Jahr, Kinder sogar sechs bis acht Mal.

Der wichtigste Unterschied ist das Tempo. Eine Erkältung schleicht sich an. Erst kratzt der Hals, am nächsten Tag läuft die Nase. Die Grippe kommt dagegen oft ganz plötzlich. Morgens ging es noch, mittags liegt man mit hohem Fieber, Schüttelfrost und Gliederschmerzen im Bett. Dazu kommen häufig Kopfschmerzen und ein trockener Husten. Viele beschreiben es so, als hätte sie ein Lastwagen überfahren.

Erkältung

  • Beginnt langsam. Schnupfen, Halskratzen, leichter Husten. Wenn überhaupt, dann leichtes Fieber. Nach ein bis zwei Wochen ist sie vorbei.

Echte Grippe

  • Beginnt plötzlich. Hohes Fieber, Schüttelfrost, starke Glieder und Kopfschmerzen, trockener Husten. Man fühlt sich richtig krank, oft über Tage.

Ganz so eindeutig ist es in der Praxis allerdings nicht. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts verläuft nur etwa ein Drittel aller Grippeinfektionen mit dem typischen hohen Fieber. Ein weiteres Drittel ist eher mild, und ein Drittel merkt gar nichts davon. Anstecken kann man andere trotzdem. Die Zeit zwischen Ansteckung und ersten Beschwerden ist kurz, meist ein bis drei Tage.

Warum es jedes Jahr eine neue Impfung braucht

Gegen Masern wird man einmal geimpft und ist danach geschützt. Warum also bei der Grippe jedes Jahr? Das liegt am Virus selbst. Influenzaviren verändern ständig ein kleines bisschen ihre Oberfläche. Genau diese Oberfläche erkennt unser Immunsystem. Nach einer Weile sieht das Virus so anders aus, dass die alten Abwehrstoffe es nicht mehr zuverlässig erkennen. Fachleute nennen das Antigendrift.

Seltener passiert etwas Größeres. Dann mischen sich Virusteile von Tier und Mensch, und es entsteht ein ganz neuer Subtyp. So war es 2009 bei der sogenannten Schweinegrippe. Gegen so einen neuen Typ hat fast niemand eine Abwehr, und es kann zu einer weltweiten Pandemie kommen.

So entsteht der Impfstoff

Die Zusammenstellung ist eine Art weltweite Gemeinschaftsarbeit. Das ganze Jahr über schicken Labore Proben von Erkrankten an ein Netzwerk der Weltgesundheitsorganisation WHO. Dazu gehören heute 166 Institute in 136 Ländern. Dort wird beobachtet, welche Virusvarianten sich gerade ausbreiten und welche auf dem Rückzug sind.

Das ganze Jahr

  • Labore auf der ganzen Welt sammeln Grippeviren und schicken sie an das WHO-Netzwerk.

Februar

  • Fachleute der WHO beraten mehrere Tage und legen fest, welche drei Stämme in den Impfstoff für den kommenden Winter kommen.

Frühjahr bis Sommer

  • Die Hersteller produzieren. Ein Großteil wächst bis heute in Hühnereiern, das dauert sechs bis acht Monate.

Ab Oktober

  • Der fertige Impfstoff ist in den Praxen, und die Impfsaison beginnt.

Für diesen Winter hat die WHO am 27. Februar 2026 entschieden. Im Impfstoff stecken zwei Influenza A Stämme, einer vom Typ H1N1 und einer vom Typ H3N2, dazu ein Influenza B Stamm. Alle drei wurden gegenüber dem letzten Jahr ausgetauscht. Früher enthielten die Impfstoffe vier Stämme. Seit der Saison 2024/25 sind es wieder drei, weil eine der beiden B-Linien seit dem Frühjahr 2020 weltweit nicht mehr nachgewiesen wurde.

Warum man nicht immer ins Schwarze trifft

Man kann sich die Stammauswahl ein bisschen wie eine Wettervorhersage für den nächsten Winter vorstellen. Im Februar wird entschieden, was ab Dezember kursieren wird. Dazwischen liegen fast ein Jahr und sehr viele Viren, die sich weiter verändern. Meistens liegt die Vorhersage ganz gut. Manchmal eben nicht.

Zwei Beispiele: Im Winter 2014/15 hatte sich der H3N2-Stamm nach der Auswahl noch einmal verändert. In den USA lag die Wirksamkeit der Impfung damals nur bei 19 Prozent. Im Winter 2017/18 dominierte in Deutschland ausgerechnet die B-Linie, die im damals üblichen Dreifach-Impfstoff gar nicht enthalten war. Das war eine der schwersten Grippewellen der letzten Jahrzehnte.

Und es gibt noch einen Grund, der fast niemandem bekannt ist. Wenn Grippeviren in Hühnereiern vermehrt werden, passen sie sich an das Ei an. Dabei verändern sie sich manchmal an genau den Stellen, auf die es ankommt. Der Impfstoff passt dann etwas schlechter auf das Virus, das draußen tatsächlich unterwegs ist. Deshalb gibt es inzwischen auch Impfstoffe, die in Zellkulturen hergestellt werden.

Auch ein unperfekter Impfstoff hilft

Selbst im letzten Winter, als die vorherrschende Virusvariante deutlich vom Impfstamm abwich, hat die Impfung noch geschützt. Europäische Studien aus 19 Ländern kamen gegen Influenza A auf eine Wirksamkeit von 25 bis 45 Prozent. Das ist nicht viel, aber deutlich mehr als nichts.

Wie sehr schützt die Impfung wirklich?

Hier lohnt sich ein ehrlicher Blick. Die Grippeimpfung ist keine Garantie, dass man im Winter gesund bleibt. Das Robert Koch-Institut gibt die Wirksamkeit für die Jahre 2010 bis 2020 mit 20 bis 60 Prozent an, je nach Saison. Bei älteren Menschen liegt sie im Mittel bei 41 Prozent, weil das Immunsystem im Alter schwächer auf Impfungen reagiert.

Was bedeutet das im Alltag? Das RKI rechnet es so vor: Wo zehn ungeimpfte ältere Menschen an Grippe erkranken, sind es bei Geimpften etwa sechs. Vier Erkrankungen weniger klingt nicht spektakulär. Auf ganz Deutschland hochgerechnet verhindert die Impfung bei Menschen über 60 aber rund 400.000 Grippeerkrankungen im Jahr.

Genau da liegt der eigentliche Wert der Impfung. Sie verhindert nicht jede Grippe, macht sie aber oft deutlich milder. Für junge, gesunde Erwachsene ist der persönliche Nutzen dagegen eher klein. Eine große Cochrane-Auswertung kam zu dem Ergebnis, dass die Grippefälle bei ihnen von 2,3 auf 0,9 Prozent sinken. Wer jung und gesund ist, lässt sich deshalb oft weniger für sich selbst impfen, sondern für die Menschen um sich herum.

Für Menschen ab 60 empfiehlt die STIKO übrigens einen besonderen Impfstoff. Entweder einen mit höherer Dosis oder einen mit Wirkverstärker. Beide regen das ältere Immunsystem stärker an. In der Zulassungsstudie schützte der Hochdosis-Impfstoff rund 24 Prozent besser als der normale.

Für wen sich die Impfung lohnt

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Grippeimpfung jedes Jahr für alle Menschen ab 60 und für Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel. Liegt eine Grunderkrankung vor, schon ab dem ersten Drittel. Dazu kommen Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit chronischen Erkrankungen, etwa der Atemwege, des Herzens, der Nieren oder der Leber, mit Diabetes oder einer neurologischen Erkrankung. Außerdem Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen.

Empfohlen ist die Impfung auch für alle, die beruflich viel Kontakt zu anderen Menschen haben, etwa im Gesundheitswesen. Und für alle, die mit Risikopersonen zusammenleben oder sie betreuen. Wer den Opa pflegt oder ein Baby unter sechs Monaten zu Hause hat, schützt mit der eigenen Impfung also auch die anderen. Selbst wer beruflich mit Geflügel, Schweinen oder Wildvögeln zu tun hat, steht auf der Liste.

Der beste Zeitpunkt ist Oktober bis Mitte Dezember. Der Körper braucht 10 bis 14 Tage, bis der Schutz vollständig aufgebaut ist. Wer erst impft, wenn die Grippewelle schon rollt, verschenkt also wertvolle Zeit. Zu spät ist es trotzdem selten. Die Welle dauerte im letzten Winter von Ende November bis Anfang März.

Und was ist mit denen, die sich nicht impfen lassen?

Die Grippeimpfung ist freiwillig, und das soll sie auch bleiben. Ein Blick auf die Zahlen zeigt aber, wie viele Menschen ohne Schutz in den Winter gehen. Im Winter 2024/25 waren nur 34,5 Prozent der Menschen ab 60 geimpft. Das ist der niedrigste Wert seit über 15 Jahren. Die WHO und die EU haben als Ziel 75 Prozent ausgegeben. Bei chronisch kranken Erwachsenen unter 60 lag die Quote sogar nur bei 12 Prozent, in Sachsen bei den chronisch kranken Kindern bei 14 Prozent.

Die letzte Grippewelle hat gezeigt, was das bedeutet. Von Ende November 2025 bis Anfang März 2026 wurden in Deutschland rund 237.000 Grippefälle im Labor bestätigt. Etwa jeder vierte davon kam ins Krankenhaus, und 1.922 Menschen sind gestorben, die allermeisten über 60. Das sind nur die gemeldeten Fälle. Tatsächlich waren es deutlich mehr, weil längst nicht jeder getestet wird. In der besonders schweren Saison 2017/18 schätzt das RKI die Zahl der grippebedingten Todesfälle auf rund 25.100.

Wer sich nicht impfen lässt, trägt dieses Risiko selbst. Er gibt die Viren aber auch leichter weiter, an Menschen, bei denen die Impfung schlechter wirkt oder die nicht geimpft werden können. Und die Grippe ist keine reine Krankheit der Älteren. Zwischen 2015 und 2024 waren fast ein Drittel aller Krankenhausaufnahmen wegen Grippe in Deutschland Kinder und Jugendliche unter 18.

Nebenwirkungen: Was normal ist

Die häufigste Reaktion ist ein schmerzender Arm. Die Einstichstelle kann gerötet, geschwollen oder empfindlich sein. Manche fühlen sich ein bis zwei Tage etwas schlapp, haben leichtes Fieber, frösteln oder haben Gliederschmerzen. Das ist kein Zeichen, dass etwas schiefgeht, sondern das Immunsystem bei der Arbeit. Beim Hochdosis-Impfstoff und beim Impfstoff mit Wirkverstärker kommen solche Reaktionen etwas häufiger vor.

Ein hartnäckiger Irrtum ist, dass man von der Impfung die Grippe bekommt. Das geht nicht. Die Impfstoffe für Erwachsene enthalten keine vermehrungsfähigen Viren, sondern nur Bruchstücke davon. Wer sich kurz nach der Impfung eine Erkältung einfängt, hatte schlicht Pech mit dem Zeitpunkt. Im Herbst ist das nicht selten.

Eine Hühnereiweißallergie ist heute meist kein Hindernis mehr. Bei leichten Reaktionen kann ganz normal geimpft werden. Bei einer schweren Allergie gibt es einen Impfstoff, der ohne Hühnerei hergestellt wird. Schwere Nebenwirkungen sind sehr selten. Beim Guillain-Barré-Syndrom, einer Nervenerkrankung, liegt das zusätzliche Risiko nach Studien bei höchstens ein bis zwei Fällen pro eine Million Impfungen. Wer schon einmal stark auf eine Impfung reagiert hat, sollte das vorher mit der Ärztin oder dem Arzt besprechen.

Impfen bei uns in der Apotheke

Seit 2022 dürfen Apotheken in Deutschland regulär gegen Grippe impfen, und zwar alle Erwachsenen ab 18. Vorher gab es ab 2020 Modellprojekte. Voraussetzung ist eine ärztliche Schulung der Apothekerinnen und Apotheker, zu der auch das richtige Handeln im Notfall gehört. Außerdem braucht es einen geeigneten, abgetrennten Raum. Für gesetzlich Versicherte übernimmt die Krankenkasse die Kosten, genau wie in der Arztpraxis.

Im letzten Winter haben bundesweit rund 1.700 Apotheken etwa 218.000 Grippeimpfungen gegeben. Das ist praktisch: kein Termin in der Praxis, kein volles Wartezimmer, und man kann die Impfung mit dem nächsten Einkauf verbinden.

Wir planen das auch

Wir möchten die Grippeimpfung künftig auch bei uns anbieten. Bis dahin sind noch ein paar Dinge vorzubereiten, deshalb gibt es noch keinen festen Termin. Sobald es losgeht, erfahren Sie es hier im Blog und bei uns in der Apotheke. Bis dahin ist Ihre Hausarztpraxis die richtige Adresse. Fragen zur Impfung beantworten wir Ihnen trotzdem gern schon jetzt.

Mit der Apothekenreform, die seit Juli 2026 gilt, dürfen Apotheken künftig sogar alle Impfungen mit Totimpfstoffen anbieten, nicht nur gegen Grippe und Corona. Bis das im Alltag ankommt, wird es allerdings noch dauern, weil Schulungen und Abrechnung erst geregelt werden müssen.

✨ Wussten Sie schon?

  • Das Wort „Influenza“ ist italienisch und heißt „Einfluss“. Früher glaubte man, die Grippe käme vom Einfluss der Sterne.
  • Das Grippevirus wurde erst 1933 in London entdeckt. Der erste Impfstoff wurde an US-Soldaten erprobt und 1945 zugelassen.
  • Für eine einzige Impfdosis braucht man ein bis zwei Hühnereier. Für 100 Millionen Dosen sind das rund 300 Millionen Eier.
  • Grippeviren mögen es kalt und trocken. In einem Versuch steckten sich Meerschweinchen bei 5 Grad deutlich häufiger an als bei 20 Grad, bei 30 Grad gar nicht. Bei sehr feuchter Luft war die Übertragung blockiert.
  • Eine ganze Grippelinie ist verschwunden. Das Influenza B Virus der Yamagata-Linie wurde seit März 2020 nirgendwo auf der Welt mehr gefunden. Deshalb sind die Impfstoffe wieder dreifach statt vierfach.
  • Die WHO trifft sich zweimal im Jahr: im Februar für die Nordhalbkugel und im September für die Südhalbkugel, wo der Winter zu einer ganz anderen Zeit kommt.
  • Ansteckend ist man oft schon einen Tag, bevor man sich überhaupt krank fühlt.
  • Kinder zwischen 2 und 17 Jahren können statt der Spritze auch ein Nasenspray bekommen.

Unser Fazit

Die Grippeimpfung ist nicht perfekt, und das muss man auch nicht beschönigen. Sie passt mal besser und mal schlechter, und sie verhindert nicht jede Erkrankung. Aber sie macht schwere Verläufe deutlich seltener, und genau die sind bei älteren und chronisch kranken Menschen gefährlich. Wer zu einer Risikogruppe gehört oder mit Risikopersonen zusammenlebt, fährt mit der Impfung gut. Und wenn Sie unsicher sind, ob sie für Sie passt: Sprechen Sie uns an. Dafür sind wir da.

Quellen: Robert Koch-Institut (RKI-Ratgeber Influenza, FAQ zur Wirksamkeit und Impfempfehlung, Epidemiologisches Bulletin 38/2026, Wochenberichte der AG Influenza), Ständige Impfkommission (STIKO), Weltgesundheitsorganisation (WHO, Impfstoffempfehlung 2026/27 vom 27.02.2026), Eurosurveillance (europäische Wirksamkeitsschätzungen 2024/25 und 2025/26), Cochrane Review 2018, Kwong et al., New England Journal of Medicine 2018, ABDA (Grippeimpfung in Apotheken 2026/27), Bundesgesundheitsministerium (Apothekenreform 2026), gesundheitsinformation.de. Stand: September 2026. Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung.

Gastautorin · Gesundheitsblog
Anne Lindner

Ich schreibe hier regelmäßig über die Themen, zu denen bei uns am häufigsten gefragt wird, und versuche, das Fachliche so zu erklären, dass es zu Hause wirklich weiterhilft. Wenn Ihnen bei einem Thema noch etwas fehlt oder Sie sich einen Beitrag wünschen: Sprechen Sie uns gern an. Bleiben Sie gesund, Ihre Anne Lindner.

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